Basisch vital

Säuren und Basen im Gleichgewicht

Unser menschlicher Körper verfügt über eine Reihe von Mechanismen den Säure-Basenhaushalt im Gleichgewicht zu halten. Säuren werden in der Zelle gebildet und wandern durch das Bindegewebe ins Blut und können durch die Nieren oder die Lunge ausgeschieden werden.

Durch eine kohlenhydratreiche Ernährung, anerobe Belastung im Sport  (Belastung ohne Sauerstoffverbrauch) oder durch Fasten fallen Säuren im Körper an und es kommt zu einer Übersäuerung.

Dem wirkt das Puffersystem Knochen und Muskulatur entgegen. Dies hat zur Folge, dass Knochen und Muskulatur an Substanz verlieren. Dieser Zustand wird als Gewebeazidose bezeichnet. Eine Reihe von Symptomen werden mit einer  Übersäuerung in Verbindung gebracht: Muskel- und Gelenkschmerzen, erhöhte Allergieneigung, Erschöpfungssyndrom, entzündliche Reaktionen sowie Störungen im Knochen- und Muskelstoffwechsel. Auch Probleme mit der Haut, Haare und Nägeln können auf eine Ungleichgewicht im Säure-Basenhaushalt zurückgeführt werden.

Ein gewisser Einfluss der Nahrung lässt sich übrigens über die Messung des Urin-pHs ablesen. Obst, Gemüse, Salate und Fruchtsäfte wirken leicht alkalisierend. Der Saft von Zitrusfrüchten erhöht das puffernde Hydrogencarbonat im Körper. Getreide und proteinreiche Nahrungsmittel tierischer Herkunft wie Fleisch, Fisch, Wurstwaren und Käse, aber auch phosphatreiche Getränke wie Cola gehören hingegen zu den Lebensmitteln, die den pH-Wert im Urin senken können. Durch eine abwechslungsreiche Ernährung mit moderater Proteinaufnahme ließe sich die Pufferkapazität des Organismus demnach erhöhen. Eine obst- und gemüsereiche Ernährung ist aber auch empfehlenswert, weil dadurch reichlich Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe und Ballaststoffe zugeführt werden.